E

BURGHART KLAUSSNER

In Berlin geboren, begann Burghart Klaußner 1969 an der Freien Universität ein Studium der Germanistik und der Theaterwissenschaft und ergänzte dieses 1970 durch eine Schauspielausbildung an der Max-Reinhard-Schule Berlin. Sein Debüt gab er 1971 unter der Regie von George Tabori in dessen Stück „Pinkville“. Seither war er an nahezu allen bedeutenden deutschsprachigen Bühnen engagiert. Für seine Hauptrolle in Arthur Millers „Tod eines Handlungsreisenden“ am St. Pauli Theater Hamburg wurde Burghart Klaußner im November 2012 als bester Darsteller mit dem renommierten Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ geehrt.

Klaußners erster Kinoauftritt war 1980 die Hauptrolle in Dietrich Schuberts Spielfilm ZIEMLICH WEIT WEG. Zahlreiche ambitionierte Kinoproduktionen, wie zum Beispiel KINDERSPIELE unter der Regie von Wolfgang Becker 1993 folgten. Einem breiten Publikum wurde er mit seinen Rollen in Kinofilmen wie DAS SUPERWEIB (1996, Regie: Sönke Wortmann), ROSSINI (1997, Regie: Helmut Dietl) und dem preisgekrönten Film GOOD BYE, LENIN! (2003, Regie: Wolfgang Becker) bekannt. Mit dem Regisseur Hans-Christian Schmid arbeitete er bei 23 (1999), CRAZY (2000) und REQUIEM (2006) zusammen, für den er beim Deutschen Filmpreis 2006 als Bester Männlicher Nebendarsteller nominiert wurde. Diesen renommierten Preis nahm Burghart Klaußner bereits ein Jahr zuvor für seine Darstellung des entführten Managers in Hans Weingartners umjubeltem Cannes-Beitrag DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI entgegen.

Beim Internationalen Filmfestival Locarno 2006 wurde Klaußner für seine Hauptrolle in DER MANN VON DER BOTSCHAFT von Dito Tsintsadze mit dem Silbernen Leoparden als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. 2009 war er in Michael Kliers ALTER UND SCHÖNHEIT neben Henry Hübchen, Armin Rohde und Peter Lohmeyer im Kino zu sehen, sowie als Richter an der Seite von Kate Winslet in der Oscar-nominierten Verfilmung des gleichnamigen Romans DER VORLESER (Regie: Stephen Daldry).

Im Herbst 2009 brillierte Burghart Klaußner als Pfarrer in Michael Hanekes Drama DAS WEISSE BAND, das bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes die Goldenen Palme, anschließend die Golden Globes sowie den Europäischen Filmpreis gewann und eine Oscar-Nominierung als bester ausländischer Film erhielt. Für seine darstellerische Leistung wurde Burghart Klaußner selber nicht nur mit dem Preis der deutschen Filmkritik, sondern auch als Bester Schauspieler mit dem Deutschen Filmpreis 2010 ausgezeichnet. Im Sommer 2010 war Burghart Klaußner als Kommissar in DAS LETZTE SCHWEIGEN, einem Krimi von Boran Bo Odar, im Kino zu sehen. Anschließend folgten Philipp Stölzls Drama GOETHE! sowie Sebastian Groblers Verfilmung DER GANZ GROSSE TRAUM, über den Mann, der das Fußballspiel nach Deutschland brachte. Ein cineatisches Highlight war die Berlinale 2013. Mit der niederländisch-belgischen Kinoverfilmung von David Grossmans Bestseller NONE ZIG ZAG KID eröffnete Burghart Klaußner an der Seite von Isabella Rossellini das Kinderfilmfest der Filmfestspiele. Darüber hinaus war er im Wettbewerb des Festivals in einer kleineren Rolle in Bille Augusts NACHTZUG NACH LISSABON mit Jeremy Irons zu sehen.

Herausragende Kritiken und ein Millionenpublikum bescherte ihm im Januar 2013 der ZDF-Dreiteiler „Das Adlon. Ein Hotel, zwei Familien, drei Schicksale.“, in welchem er den Gründer des weltberühmten Adlon Hotel in Berlin, Lorenz Adlon, verkörperte. Anfang 2006 gab Burghart Klaußner sein Regiedebüt an den Hamburger Kammerspielen mit der Inszenierung von Edward Albees „Die Ziege oder Wer ist Sylvia?“. Es folgten weitere Regie-Leistungen am Schauspielhaus in Bochum, unter anderem Thomas Bernhards „Der Ignorant und der Wahnsinnige“ mit Otto Sander oder die deutsche Erstaufführung von Yasmina Rezas „Der Gott des Gemetzels“ im Jahr 2006. Im Januar 2009 feierte eine weitere Inszenierung, die zudem aus seiner Feder stammt, Premiere: „Marigold“. Ein Stück mit Songs der Beatles. Zudem begeisterte er Anfang 2013 mit seiner erneuten Regiearbeit „Baumeister Solness“ am Staatsschauspiel Dresden.

!-- SCRIPTS -->