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JUDITH KAUFMANN

Judith Kaufmann wurde 1962 in Stuttgart geboren und gehört mittlerweile zu den renommiertesten Kamerafrauen Europas. Schon früh interessierte sie sich für Fotografie und erhielt nach dem Abitur einen Ausbildungsplatz bei der Staatlichen Fachhochschule für Foto, Optik und Film (SFOF) in Berlin. Im Jahr 1982 arbeitete Kaufmann als Materialassistentin unter der Kameralegende Konrad Kotowski bei dem Film DOMINO von Thomas Brasch mit, was den Anstoß für ihre Kamerakarriere gab. Rund zehn Jahre lang arbeitete sie an einer Vielzahl von Kino- und Fernsehproduktionen als Kameraassistentin, u.a. bei Gernot Roll, Raoul Coutard und Heinz Pehlke, bevor sie im Jahr 1991 Chefkamerafrau wurde. 1992 führte Kaufmann in Wim Wenders IN WEITER FERNE SO NAH die zweite Kamera. 2000 drehte sie VERGISS AMERIKA und 2001 ENGEL & JOE mit der Regisseurin Vanessa Jopp, JETZT ODER NIE von Lars Büchel und 2002 Züli Aladags ELEFANTENHERZ mit Daniel Brühl in der Hauptrolle. Für ihre Kameraarbeit bei dem Boxerdrama erhielt sie den Bayerischen Filmpreis. Im selben Jahr führte sie die Kamera bei Chris Kraus’ SCHERBENTANZ, für den sie den Deutschen Kamerapreis erhielt.

In den darauf folgenden Jahren führte Kaufmann bei zahlreichen erfolgreichen deutschen Filmen die Kamera. So bei Lars Büchels ERBSEN AUF HALB 6 (2004) und Marco Mittelstaedts JENA PARADIES (2005).

Für ihre zweite Zusammenarbeit mit dem Regisseur Chris Kraus, VIER MINUTEN (2007), erhielt sie eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis. Bereits ein Jahr zuvor hatte sie den renommierten Marburger Kamerapreis für ihre Gesamtleistung erhalten und war somit die erste Kamerafrau, die diese hohe Auszeichnung entgegen nehmen durfte. Für Kai Wessels „Bella Block - Die Frau des Teppichlegers“ erhielt Judith Kaufmann außerdem den Deutschen Fernsehpreis. 2010 wurde sie für ihre beeindruckende Bildgestaltung in DIE FREMDE erneut mit dem Deutschen Kamerapreis sowie dem Preis der Deutschen Filmkritik geehrt. 2011 erhielt sie den Preis der DEFA-Stiftung zur Förderung der deutschen Filmkunst und im Jahr 2012 wurde sie für „Das Ende einer Nacht“ (Regie: Matti Geschonnek) mit dem Deutschen Fernsehpreis sowie vom Kuratorium des deutschen Kamerapreises mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. Der Kinofilm ZWEI LEBEN, bei dem sie auch am Drehbuch mitgearbeitet hat, geht 2013 für Deutschland in das Rennen um den 86. Academy Award für den besten nicht englischsprachigen Film.

ZWISCHEN WELTEN ist, nach DIE FREMDE, die zweite Zusammenarbeit von Judith Kaufmann mit Feo Aladag, bei der sie auch am Drehbuch mitgewirkt hat.

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